Internationale Anerkennung

Im Rahmen seiner Kultur-, Tourismus- und Umweltpolitik hat Troyes bedeutende Projekte für die Aufwertung der Stadt auf regionalem, nationalem und internationalem Niveau in Angriff genommen. Dieses Vorhaben ermöglichte insbesondere die Bewerbung um vier namhafte Kulturerbe-Siegel, die von angesehenen Institutionen verliehen werden.

Das Europäische Kulturerbe-Siegel

ie Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel steht unter dem Motto „Troyes, europäische Hauptstadt für Strickwaren im 19. und 20. Jh.: innovatives und einflussreiches Zentrum der Textilwirtschaft und Textilindustrie des Departements Aube im Herzen Europas“.

Das Siegel wird an Orte, Architekturdenkmäler, Sammlungen und immaterielles Wissen verliehen, die für die europäische und industrielle Geschichte und Kultur als bedeutend erachtet werden und mit technischen und sozialen Fortschritten und Handelsbeziehungen verbunden sind.

Seit April 2010 gehört Troyes zu den 65 europäischen Orten, die mit dem Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet worden sind.

Das Siegel "Ville ou Pays d'Art et d'Histoire" (Stadt oder Land der Kunst und des Geschichte)

Für das Siegel „Ville ou Pays d’Art et d’Histoire“ (Stadt oder Land der Kunst und der Geschichte) wurde das „Schöne 16. Jahrhundert“ von Troyes mit seiner Architektur, Bildhauerei und Fensterkunst präsentiert.

Diese Bewerbung stellt Troyes als eine Projektregion heraus, die sich für den Schutz, die Bewahrung und die Aufwertung ihres architektonischen, städtischen und landschaftlichen Erbes einsetzt. Zahlreiche Aspekte finden sich ressortübergreifend und kohärent bei Themen wie Bildung, Kultur, Tourismus, Wirtschaft, Wohnungsbau, Stadtplanung, Schutz und Sanierung des Kulturerbes etc. auf lokalpolitischer Ebene wieder.

Nachdem die Bewerbung von der Jury mit Auszeichnung angenommen wurde, trat Troyes im Juni 2009 offiziell dem Netzwerk der 138 Städte bei, die das Gütesiegel „Villes ou Pays d’Art et d’Histoire“ tragen.

Das "Weltdokumentenerbe"-Siegel der UNESCO

Für die Bewerbung um das „Weltdokumentenerbe“-Siegel der UNESCO stützt sich die Stadt Troyes auf die Dokumentensammlung der Abtei von Clairvaux, die in der Mediathek von Troyes und ihrer Umgebung aufbewahrt wird (12. – 18. Jh.).

Diese Sammlung verkörpert das lebendige Gedächtnis eines bedeutenden Ortes, der mit dem Schaffen des Heiligen Bernhard verbunden ist. Die Dokumente sind Zeugnis und Sinnbild einer ganzen Epoche und ästhetisch, stilistisch und intellektuell von außerordentlicher Qualität.

Der Antrag, das Archiv und die Bibliothek in das Dokumentenerbe aufzunehmen, ist für Frankreich ein einzigartiges Ereignis (zum Vergleich: im Jahrgang 2006/2007 hatte Frankreich den „Teppich von Bayeux“ eingereicht).

Der UNESCO-Generaldirektor Koïchiro Matsuura gab im Auftrag des internationalen Beratungsgremiums des UNESCO-Programms zum Weltdokumentenerbe am 28. Juli 2009 die 35 Antragsteller bekannt, die in jenem Jahr neu in die Liste des Weltdokumentenerbes aufgenommenen worden sind.

Darunter war nur eine französische Bewerbung: die Bibliothek der Zisterzienser-Abtei von Clairvaux, die von der Stadt TROYES im Rahmen ihrer Politik zum Erhalt von Gütesiegeln initiiert worden war und vom Grand Troyes unterstützt wurde

Das UNESCO-Siegel „Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit“

Die Aufnahme der Stadt auf die repräsentative UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheitberuht auf dem Thema: „Troyes, exemplarisches Zentrum der abendländischen Kultur und Denkweise im 16. und 17. Jh.“

Die Bewerbung stützt sich vor allem auf die Meisterwerke des menschlichen Erfindergeistes von Chrestien de Troyes, Raschi und dem Heiligen Bernhard von Clairvaux.

Die Meisterwerke bezeugen von der Geschichte und der kulturellen Identität des mittelalterlichen Abendlandes, sind noch heute lebendige Inspirationsquellen und regen zum internationalen Austausch an. Diese herausragenden Beispiele für Wissen und Können bestechen insbesondere durch ihre stilistische und methodische Qualität