In Frankreich besitzen mehr als 51 % der französischen Haushalte mindestens ein Haustier ...

Etwas Geschichte:

In der westlichen Gesellschaft ist die Begeisterung für Haustiere nichts Neues. Man findet in der Tat bereits Spuren ab der griechisch-römischen Antike.
Während des Mittelalters fand der Hund allgemeine Zustimmung und galt sogar als Symbol für die Treue. Im 18. Jh. dann war es im Mittelstand weit verbreitet Haustiere, aber nicht nur Hunde, sondern auch Vögel und Katzen zu halten.
In unserer Zeit ist das Haustier ein regelrechtes gesellschaftliches Phänomen, für das es spezifische Produkte gibt.

Und heute …

In Frankreich besitzen mehr als 51 % der französischen  Haushalte zumindest ein Haustier, eine seit zehn Jahren insgesamt unverändert gebliebene Zuwachsrate.
Frankreich steht bezüglich der Zahl der Haustierbesitzer an erster Stelle in Europa mit etwa 65 Millionen Hunden, Katzen, Vögeln, Fischen und andere kleinen Nagetieren, die das Leben der Familien teilen. Gründe dafür, sind die „Liebe zu den Tieren“, „das Bedürfnis nach Gesellschaft“, aber auch die Nützlichkeit der Tiere.
52,2 % der Haushalte haben sich für die Gesellschaft von Hunden oder Katzen entschieden, 11,6 % für die der Fische. Die kleinen Nagetiere machen 6 % und die Vögel 5,2 % aus.
Der Hund ist das bevorzugte Haustier der Franzosen - 26,3 % der Haushalte besitzen mindestens einen Hund. Er wird dicht gefolgt von der Katze, die in 25,9 % der Haushalte vorkommt.
Hunde und Katze sind vollwertige Mitglieder der Familie und bevorzugte Spielkameraden der Kinder. Die Tiere haben sich so einen wichtigen Platz besonders an der Seite von isolierten, kranken oder behinderten Menschen erobert. Sie haben damit eine wichtige psychosoziale Rolle.

Der Platz der Hunde in Troyes

6000 Hunde leben in unserer Stadt. Das macht 300 kg Hundekot pro Tag.
Deshalb hat die Stadt Troyes beschlossen zu handeln.
Um jeden Einzelnen in die Verantwortung zu nehmen, wurde eine Sauberkeitsprogramm mit

zahlreichen Maßnahmen umgesetzt:

Durchführung von mehreren Plakatkampagnen zur Förderung der Sauberkeit.
Aufstellung von Spendern mit biologisch abbaubaren und kompostierbaren Kotbeuteln an etwa sechzig geeigneten Stellen der Stadt einschließlich am Tourismusbüro.
Einrichtung einer beim Gericht vereidigten und von der örtlichen Polizei geschulten Umweltabteilung, um die Hundebesitzer in Bezug auf die Achtung ihres Umfelds zu sensibilisieren. Diese hat aber auch die Befugnis, Geldbußen erster Klasse (35 bis 250 €) an nachlässige Hundebesitzer zu verhängen, wenn die Hinterlassung von Hundekot im öffentliche Bereich festgestellt wird.
17 Hundezonen (*) wurden bereits eingerichtet, um die Sauberkeit der Straßen und Grünanlagen zu bewahren.
Um diese Bereiche sauber zu halten, werden regelmäßig Reinigungsarbeiten (Kotbeseitigung, Harken, Hinzufügung von Substrat) durchgeführt.

Datum und Uhrzeit der letzten Reinigung sind am Eingang zur Hundezone angeschlagen, um die Benutzer zu informieren, aber auch Vorbehalte zu zerstreuen.
*) Zonen mit einer Fläche von durchschnittlich 12 bis 15 m² - die sich am Eingang von Parks und Gärten befinden - wo die Hunde ihre Bedürfnisse verrichten können.