ÉGLISE SAINTE-SAVINE

Klassifiziert oder eingetragen (CNMHS) ,  Kirche ,  Historische Stätte und Denkmal ,  Klassik ,  Renaissance Um Sainte-Savine
  • Die erste Sainte-Savine gewidmete Kirche wurde im VII. Jahrhundert auf der Grabstätte von Savine errichtet, einer jungen Christin, die im Jahre 288 gestorben war, als sie vom Märtyrertod ihres Bruders Savinien, einem Verkünder des Evangeliums aus Tricasses, erfahren hatte. Die aktuelle Kirche wurde zu Beginn des XVI. Jahrhundert errichtet und zeigt sich sehr einheitlich. Die Westpforte ist etwas jünger und wurde 1611 von den Brüdern Baudrot angefertigt.
    Die Kirche besitzt ein Hauptschiff und zwei drei Joch lange Seitenschiffe, die nördlich wie auch südlich von seitlichen Kapellen gesäumt sind. Die zwei letzten Joche bilden ein nicht hervorstehendes doppeltes Querschiff. Die Apsis ist dreiseitig. Ein Kreuzrippengewölbe zieht sich über die Gesamtfläche hinweg. Der Glockenturm erhebt sich über der Vierung des Querschiffs.
    Die alten Kirchenfenster, die oftmals nur noch im oberen Bereich der Fensteröffnungen vorhandenen sind, gehen hauptsächlich auf den Beginn des XVI. Jahrhunderts zurück; zwei südliche Fensteröffnungen stammen vom Anfang des XVII. Jhd.
    Für letztere Epoche sind in den Archiven der Pfarrei Verträge zu finden, die mit Malern und Glasmachern wie Toussaint Rudiger (oder Audiger) 1603 für die „Vervollkommnung“ der Glaswände der Kirche geschlossen worden waren, mit Linard Gontier von 1620 bis 1628 als Restaurator und im Jahre 1635 mit Etienne Clément und Etienne Jubrien zur „Aufwertung“ von elf Feldern. Im Jahre 1639 wurde der Sohn oder Neffe von Linard Gontier, Jean Gontier, mit den Reparaturarbeiten beauftragt.
    Die in den Kirchenfenstern aus dem XVI. Jahrhundert behandelten Themen sind sehr unterschiedlich. Zu sehen ist zum Beispiel die Lauretanische Litanei, die in einer bunt zusammengesetzten Glaswand mit Marienszenen, einer großen Kreuzigung und mit Heiligenfiguren verbunden ist. In anderen Feldern sind Szenen aus dem Leben des heiligen Eligius und des Martyriums des heiligen Hippolytos abgebildet. Die Glaswände mit dem Leidensweg Christi und der Auferstehung entstanden aus vermutlich älteren Kartons, die in der Region häufig verwendet wurden. Die vierte nördliche Kapelle enthält eine Glaswand, die dem Leben der heiligen Savine gewidmet ist.
    Ein Fragment mit einer Dreifaltigkeit in Grisaille-Technik aus dem Jahre 1611 bildet einen der Durchbrüche des Tympanons einer von Hugot 1885 angefertigten Glaswand.
    Gegen Ende des XIX. Jahrhunderts wurde das Glasdekor weitgehend ergänzt. Zum einen durch die Maler und Glasmacher aus Troyes, Vincent-Larcher (Fensteröffnungen des Altarraums: Legenden der heiligen Savine und des heiligen Savinien, 1868 - 1870) und vor allem durch Hugot, der sich zwischen 1877 und 1885 beteiligte und dem man insbesondere in den südlichen Kapellen Abbildungen wie den Ungläubigen Thomas, das Abendmahl in Emmaus, die Verklärung, das Leben von Josef und Maria und das Leben Christi zu verdanken hat; in den nördlichen Kapellen sind Darstellungen vom Leben des heiligen Lupus von Sens, der heiligen Maria-Magdalena, des heiligen Mammas, von Notre-Dame de la Salette und Heiligenfiguren zu sehen. Die Fensteröffnung 19 (Legende von Savinien) ist ein Werk des Pariser Glasmachermeisters Claudius Lavergne aus dem Jahre 1888.
    Gleichzeitig haben diese Werkstätten alte Kirchenfenster restauriert. Die Werkstatt Vinum hat sämtliche Kirchenfenster zwischen 1948 und 1955 restauriert und wieder eingesetzt. Seitdem sind einige Fensteröffnungen ein weiteres Mal restauriert worden.
    Kirche und Kirchenfenster sind seit dem 4. Januar 1921 denkmalgeschützt.
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