EGLISE SAINTE MAURE

Klassifiziert oder eingetragen (CNMHS) ,  Kirche ,  Gotisch Um Sainte-Maure
  • Die Sainte-Maure-Kirche aus der namensgleichen Gemeinde steht unter dem Patronat des heiligen Bartholomäus, bis die Pilgerschaft in Sainte Maure (Heilige aus dem IX. Jahrhundert) an Bedeutung gewann. Das von Westen nach Osten erbaute Bauwerk entstand in zwei Bauphasen. Der massive Glockenturm vor der Fassade ist vermutlich das älteste Element, gefolgt von den vier Jochen des Hauptschiffs und den Seitenschiffen mit Kreuzrippengewölbe aus dem XV. Jahrhundert oder zu Beginn des XVI. Jahrhunderts. Die östlichen Teile, der Chor und das hallenförmige Querschiff mit drei Jochen, das von Dreistrahlgewölben und Flechtrippengewölben bedeckt ist, die höher liegen als das Schiff, enden in einer dreiflächigen Apsis; die Bauarbeiten wurden 1546 abgeschlossen.
    Die ältesten Glaswände (1. Viertel des XVI. Jahrhunderts) befinden sich im nördlichen Seitenschiff des Hauptschiffs und stammen aus der Bauzeit oder der Zeit kurz davor. Die alten Felder finden in den Tympana und den Kopfstücken der Lanzettbögen Platz. Diese wurden zu Ende des XIX. Jahrhunderts weitgehend ergänzt, insbesondere durch Figurenrondelle, die vom Sammler H. de Faucigny, Prinz von Lucinge, gemalt und von seiner Familie 1899 gespendet wurden.
    Die stark fragmentierten Felder lassen keinerlei Logik in deren Ikonographie erkennen. Zu sehen sind zahlreiche Abbildungen von Wappenschilden, wie jene von Odard Hennequin, Bischof von Troyes, oder von Nicolas Bizet aus Troyes, Gutsherr von Charley. Weiter ist ein Abt (heiliger Leo) zu erkennen, der eine Märtyrerpalme in der Hand hält, eine Himmelsfahrt, das Märtyrertum des heiligen Sebastian und ein gekreuzigter Christus.
    Im Querschiff befindet sich eine zweite Gruppe alter Kirchenfenster. Der Maler und Glasmacher aus Troyes, Linard Gonthier, hat in Sainte-Maure gearbeitet, wobei unklar ist an welchen Fensteröffnungen. Ihm wird die Realisierung der Glaswände mit dem Urteil des Salomon (Fensteröffnung 6) (um 1600) und des Jessebaums (Fensteröffnung 8) zugesprochen. Letztere, aus 1603, war vermutlich ein Geschenk von Jean Thévignon, Abt von Sainte-Maure, Kommandeur von Saint-Antoine und Schlosskaplan des Königs. Beide Glaswände wurden zu Ende des XIX. Jahrhunderts restauriert, wobei nurmehr der zentrale Lanzettbogen des Jessebaums erhalten ist.
    Die um einige Jahre älteren Kirchenfenster wurden in einer großen Glaswand zusammengeschlossen (Fensteröffnung 7), in der die Schenker und ihre Schutzheiligen zu sehen sind.
    Zu Ende des XIX. Jahrhunderts wurden dem Chor Glaswände mit dem Leidensweg und mit der heiligen Maure (1888), dem heiligen Bartholomäus, die jeweilig von Chabrin (oder Chabin?) und Virot angefertigt wurden, sowie der Lauretanischen Litanei hinzugefügt. Im Jahre 1985 kreiert Sylvie Gaudin, die ebenfalls mit den Restaurierungsarbeiten beauftragt war, die zwei dekorativen Glaswände, die die Achsfensteröffnung der Apsis umgeben.
    Zu Ende des 19. Jahrhunderts werden die Glaswände restauriert und ergänzt. Im Jahre 1916 erfolgen weitere Restaurierungsarbeiten. Im Jahre 1972 werden die Kirchenfenster des nördlichen Arms des Querschiffs von der Werkstatt Vinum repariert. Mehrere Glaswände werden zwischen 1981 und 1985 von Michel Mauret aus Heiltz-le-Maurupt (Marne) instandgesetzt.
    Kirche und Kirchenfenster sind seit dem 20. April 1931 denkmalgeschützt.
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