Die 4 km² große Gemeinde zählt 480 Einwohner, die seit 2015 offiziell als „Ruvigniens“ bezeichnet werden. Ruvigny liegt 13 km südöstlich von Troyes. Sie ist über die Departementstraße D161 zu erreichen und liegt 3 Minuten von der Ausfahrt 23 - Thennelières der A26, die Calais mit Troyes verbindet, entfernt.

Ruvigny stellt seine Vorschulklassen den Kindern der Nachbargemeinden Rouilly-Saint-Loup und Montaulin zur Verfügung, mit denen sie ein interkommunales Schulprojekt teilt. In dem grünen Dorf Ruvigny wechseln sich die für die Landschaften des Departements Aube typischen Fachwerkbauten mit modernen Häusern ab.

Die Kirche Mariä Himmelfahrt entstand am Ende des 16. Jahrhunderts und zählt zu den religiösen Bauwerken, die während der zweiten großen Bauphase im Departement Aube geschaffen wurden. Vier Jahrhunderte nach der ersten Bauperiode verhalf das Ende des Hundertjährigen Kriegs zu einem neuen Hauch von Wohlstand, insbesondere im Hinblick auf die Architektur. Im 16. Jahrhundert wurden zwei Bauweisen bevorzugt: rechteckige und kreuzförmige Planungen, für welche die Kirche von Ruvigny ein gutes Beispiel darstellt. Ihre Kirchenfenster aus dem 16. Jh. mit Darstellungen von Saint Thibault, Saint Claude, Saint Jauran, Saint Nicolas, Saint Sébastien, der Jungfrau Maria und der Kreuzigung stehen unter Denkmalschutz. Andere Elemente ihres Mobiliars stehen ebenfalls unter Denkmalschutz, wie beispielsweise ein Triptychon mit einer Abbildung der Heiligen Konversion, in Öl gemalt auf Holz aus dem Jahr 1584 und aufbewahrt im Rathaus von Ruvigny.

Am Rathaus befindet sich eine Gedenktafel zu Ehren der Gefallenen des Ersten Weltkriegs und des Algerienkriegs. In der Nähe der Kirche wurden in 2010 aufgrund einer Diagnose vor der Erbauung einer Wohnanlage präventive Ausgrabungen durchgeführt, bei denen ländliche Wohnstätten des 13. und 14. Jahrhunderts entdeckt worden sind.